Stand: 11.12.11

Ein Meilenstein für die berufliche Bildung in Köln:
Eröffnung des Kompetenzzentrums für Automatisierte Fertigung
am Hans-Böckler-Berufskolleg

Köln-Deutz, 02.12.2011

Mit zahlreichen Gästen aus der Politik und der Kölner Bildungslandschaft wurde am Hans- Böckler-Berufskolleg das „Kompetenzzentrum für Automatisierte Fertigung“ für den Unterricht freigegeben. Der Schulleiter Karl-Georg Nöthen bedankte sich herzlich bei allen Beteiligten, die das Projekt auf den Weg gebracht haben, und er verdeutlichte die Zielsetzung des Kompetenzzentrums.

Der Begriff „Kompetenzzentrum“ beschreibt die Idee, die in der Region vorhandenen Kompetenzen auf dem Gebiet der Zerspanungstechnik für die Umsetzung innovativer Aus- und Weiterbildungskonzepte am Hans-Böckler-Berufskolleg zusammenzuführen. Dieses Konzept zeigt bereits erste Erfolge: Die von der VDW-Nachwuchsstiftung und der Bezirksregierung Köln angebotene Lehrerfortbildung zur Bedienung der komplexen CNC-Technologie sowie die gemeinsam mit Berufsschullehrern entwickelten Schulungsunterlagen haben dazu beigetragen, dass das neue Kompetenzzentrum bereits unmittelbar nach der Fertigstellung intensiv im Unterricht eingesetzt wird.

Das technologische Herzstück des Kompetenzzentrums bilden die CNC-Universal-Fräsmaschine und die CNC-Universal-Drehmaschine. Die beiden CNC-Werkzeugmaschinen gehören zu der modernsten und präzisesten Technologie am Markt. Entsprechend groß war das Interesse der Gäste, die beiden Maschinen in Aktion zu sehen. Die übrige Ausstattung des Kompetenzzentrums besteht aus sechs konventionellen Dreh- und Fräsmaschinen, einer NC-Drehmaschine, zwölf Montagearbeitsplätzen, einem Prüflabor sowie einem Rechnerraum mit 30 Schülerarbeitsplätzen für die Konstruktion und die Fertigungsplanung. Ergänzt wird die Ausstattung noch um einen 3D-Drucker, mit dem die am Computer konstruierten Werkstücke in einem dreidimensionalen Druckverfahren aus Kunststoff hergestellt werden können.

In dem Kompetenzzentrum können Jugendliche aus den vorberuflichen Bildungsgängen des Hans-Böckler-Berufskollegs und aus den Abschlussklassen der Allgemeinbildenden Schulen praxisnah erfahren, dass Metallbearbeitung heute nicht mehr gleichbedeutend ist mit Feile, Schraubstock, Hammer und Amboss. Mit der Einbeziehung der automatisierten Fertigung und dem hohen Anteil an planerischer Arbeit sollen gezielt auch Schülerinnen an die Möglichkeiten und Karrierechancen in maschinenbautechnischen Berufen herangeführt werden. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ist nach wie vor eine Zukunftsbranche mit guten Ausbildungs- und Beschäftigungschancen. Die typischen industriellen Ausbildungsberufe wie Teilezurichter, Fertigungsmechaniker, Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Werkzeugmechaniker, Technischer Produktdesigner, Produktionstechnologe oder Mechatroniker sind eigenständige Berufsbilder mit spezifischen Anforderungen. Auf Grund dieser vielfältigen Ausbildungsberufe erhalten auch Jugendliche mit den unterschiedlichsten Interessensschwerpunkten, Fähigkeiten und Schulabschlüssen ihre Chance auf einen Ausbildungsplatz in einem regionalen Maschinenbauunternehmen.

Artikel des Kölner Stadtanzeiger vom 8.12.2011

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Bilder


 

(text: nöt; - html: tie - fotos: tie)

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